Geoarchäologische Untersuchungen der Goldvorkommen von Sotk und Fioletovo, Armenien
Im Zuge eines armenisch-deutschen Surveys wurden 2010 archäologische und geoarchäologische Untersuchungen an den armenischen Goldvorkommen in Sotk und Fioletovo unternommen, den größten Goldvorkommen im gesamten Kaukasus. Ziel der Untersuchungen war es zum einen, die Seifengoldführung in Flüssen nachzuweisen. Zum anderen dient die Probennahme der geochemischen Charakterisierung des Goldes für eine zukünftige archäologische Provenienzbestimmung. Die Identifikation von prähistorischen Bergbauspuren und die Beurteilung der Lagerstättengeologie stellten weitere Aspekte des Surveys dar.
Goldmine Sotk close to the border to Azerbaijan
preparation of a slice box for sampling of gold
Ein Teilergebnis der bisherigen Untersuchungen waren die positiven Nachweise und Neufunde von Goldseifen in Sotk und im Revier Fioletovo. Die großflächige Verbreitung von Abraumhalden der Seifengoldgewinnung mit einem geschätzten minimalen Alter von 2500 Jahren, Einsturztrichter, die auf untertägigen Bergbau deuten, eine Lagerstättengeologie, die einen prähistorischen Bergbau begünstigt, sowie moderner artisanaler Bergbau können als weitere Resultate des Surveys genannt werden. Vor allem in der Region Sotk weisen die geologischen und geoarchäologischen Ergebnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen frühbronzezeitlichen Bergbau hin; ein direkter Nachweis steht jedoch noch aus. 2011 findet ein weiterer Survey statt.
eluvial micro-nuggets from Sotk
Gold-Washing-Team 2010 (Arsen Bobokhyan, Khachatur Meliksetian, Danilo Wolf (from left to right)
